Die Sprechstunde für unterstützte Kommunikation richtet sich an Kinder, welche aufgrund verschiedener Ursachen (noch) nicht oder nur unzureichend über Lautsprache verfügen und im Laufe ihrer Entwicklung für eine bestimmte Zeit oder langfristig auf alternative, unterstützende und/oder ergänzende Kommunikationsmittel zusätzlich zur Lautsprache angewiesen sind.

Zwei Grundsätze der unterstützten Kommunikation bestehen darin, zum einen eine größtmögliche Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe zu erreichen und zum anderen das Grundbedürfnis nach Kommunikation zu erfüllen.

In der Sprechstunde für unterstützte Kommunikation (= UK) bieten wir die Möglichkeit, gemeinsam mit der Familie, Therapeuten sowie wichtigen Bezugspersonen neue Wege zur verbesserten Kommunikation mit dem Kind zu finden. Wir erproben elektronische sowie nicht-elektronische Hilfsmittel zur Kommunikation und begleiten die Anschaffung, Anpassung im Alltag sowie die weitere (therapeutische/pädagogische) Nutzung in verschiedenen Lebenskontexten. Teilweise beziehen wir dabei extern UK-Berater mit ein.

Die UK-Sprechstunde findet unter sprachtherapeutischer (Fr. Blienert und Frau Schwegmann) sowie ärztlicher Leitung statt, wobei für ergo- und physiotherapeutische sowie sozialrechtliche Aspekte die entsprechenden Teammitglieder des SPZ hinzugezogen werden (können). Bei Interesse an einer Vorstellung in der UK-Sprechstunde können Eltern sich zwecks Anmeldung im SPZ an ihre/n Kinderarzt/-ärztin wenden.

 

UntersttzteKommunikationTalkernutzung

Eine Epilepsie im Kindes- und Jugendalter kann mit Einschränkungen in der Entwicklung, emotionalen- und Verhaltensproblemen, sozialer Ausgrenzung und nicht zuletzt einer ganz veränderten familiären Situation einhergehen.

In der Epilepsie-Sprechstunde setzt sich das Team aus Psychologie (Hr. Mühlenstrodt) und Kinderneurologie (Fr. Dr. Bajaj) mit den vielfältigen Anliegen von Kindern und Jugendlichen mit Epilepsie auseinander.

Die betroffenen Kinder und ihre Familien können zunächst ausführlich erzählen und vorherige Berichte werden gesichtet. Es findet eine kinderneurologische Untersuchung und ein Wach-EEG statt, bei Bedarf kann auch ein Schlaf-EEG vereinbart werden. Weitere Diagnostik kann veranlasst und eine (medikamentöse) Therapie begleitet werden.
Zudem kann eine (neuro-)psychologische Diagnostik zu Funktionen wie den Gedächtnisleistungen, Schulleistungen oder dem kognitiven Entwicklungsniveau aber auch zur emotionalen Situation des Kindes erfolgen. Dabei sollen alle Faktoren, die hierauf Einfluss haben wie z.B. psychische Faktoren, Medikation, die Form der Epilepsie usw. berücksichtigt werden. Weiter kann den Kindern auch Wissen rund um das Thema Epilepsie vermittelt werden um einen selbstbewussten Umgang zu fördern. Auch die Eltern können zu Themen wie etwa einer entstandenen „Sonderrolle“ des Kindes unterstützt werden.

Aus unserem SPZ können auch weitere Berufsgruppen wie z.B. Logopäden, Ergotherapeuten und vor allem unser Sozialdienst hinzugezogen werden. Gemeinsam kann nach weiteren Hilfsmöglichkeiten geschaut werden. Bei Bedarf tauschen wir uns gern mit Lehrern oder Erziehern aus.

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