Mit einem abwechslungsreichen Angebot an verschiedenen Aktionen feierte das Kinderhospital Osnabrück nun sein Sommerfest. Außerdem hatten die Besucher die Gelegenheit, sich das Sozialpädiatrische Zentrum beim Tag der offenen Tür der Einrichtung einmal ganz genau anzuschauen.
 

 Das Sommerfest am Kinderhospital gibt es schon seit vielen Jahren. „Es ist aber das erste Sommerfest in der neuen Zeitrechnung, also seit das Christliche Kinderhospital im Jahr 2011 ausgezogen ist“, erzählte Wilfried Siemering, Verwaltungsdirektor des Kinderhospitals Osnabrück am Schölerberg. Künftig wird die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie wieder etwa alle zwei Jahre das Sommerfest auf dem Gelände an der Iburger Straße in eigener Regie veranstalten – wenn auch in Kooperation mit dem Christlichen Kinderhospital, das in diesem Jahr zum Beispiel seine Hüpfburg zur Verfügung gestellt hat. Dabei werden dann beim Tag der offenen Tür auch immer wieder unterschiedliche Bereiche des Kinderhospitals am Schölerberg vorgestellt.

Bobby-Car-Rennen, Torwandschießen, Kinderschminken, Basteln und Jonglieren: die Mitarbeiter des Kinderhospitals hatten vor allem für die Kinder ein umfangreiches Programm an Spielmöglichkeiten organisiert. Der Verwaltungsdirektor persönlich half zum Beispiel bei der Gestaltung von Buttons. Die zehnjährige Stjarna bastelte einen glitzernden Regenbogenfisch, aber auch Hunde, Katzen oder Roboter waren beliebte Motive. Gleichzeitig mit dem Sommerfest wurden auch zwei neue Spiel- und Klettergeräte in Betrieb genommen, die von den kleinen und größeren Besuchern begeistert getestet wurden. Wilfried Siemering freute sich über die zahlreichen Besucher: „Es sind auch viele ehemalige Mitarbeiter hier, das ist sehr schön.“
 
Kinderhospital am Schölerberg: Ein Platz für seelisch kranke Kinder in Osnabrück
 
Das Sozialpädriatische Zentrum (SPZ) hatte sich in ein Seeräuber- und Piratenzentrum verwandelt, in dem Kopftücher, und Schwerter gebastelt werden, Schätze gesucht oder Piratengeschichten gelauscht werden konnten. In verschiedenen Führungen durch die kinderärztlichen Leiter konnten sich interessierte Besucher die neuen Räumlichkeiten des SPZ, die im Mai offiziell eröffnet wurden, anschauen und mehr über die Arbeit des Zentrums erfahren. „Das Besondere am SPZ ist, dass wir ein Team aus unterschiedlichen Berufsgruppen unter kinderärztlicher Leitung sind“, erläutert Dr. Marc Janauschek, der leitende Arzt des Sozialpädiatrischen Zentrums.
 
Ein weiterer besonderer Vorteil neben der Interdisziplinarität sei die Gründlichkeit der Untersuchungen, da die Ärzte und Angestellten im SPZ einfach deutlich mehr Zeit für ihre Patienten hätten. Das Zentrum vereint unter anderem die Psychologie, Sprachtherapie, Ergotherapie, Orthopädie und Neurologie. Auch Sozialarbeiter gehören zum Team. Auf Veranlassung der kinderärztlichen Praxen werden im SPZ vor allem Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsstörungen oder körperlichen oder geistigen Behinderungen ambulant betreut. In Deutschland gibt es derzeit nur 140 dieser Einrichtungen, zehn davon in Niedersachsen. Das SPZ im Kinderhospital Osnabrück, das im Oktober sein fünfjähriges Bestehen feiert, ist davon das Jüngste. Etwa 1500 Patienten werden dort jedes Jahr betreut.
 
NOZ-online vom 15.09.2015
 
 
 
 
 
 
 
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